Bereits seit einigen Monaten steht die öffentliche Beta vom Internet Explorer 9 zur Verfügung. In wenigen Tagen wird Microsoft damit beginnen, den Release Candidate vom Internet Explorer zu veröffentlichen. Dieser Build behebt etliche Fehler, die sich in die Beta geschlichen haben, gleichzeitig hat Microaoft auch auch weiter an der Oberfläche poliert und sie weiter optimiert.
Die wohl offensichtliche Neuerung ist die komplett überarbeitete Benutzeroberfläche. Sie wurde neu konzipiert und aufgeräumt, sodass alles übersichtlicher wirkt. Die URL Leiste und das Suchfeld wurden in ein Feld zusammengelegt, die Tabs (Reiter) werden rechts daneben angeordnet. In der rechten Ecke sind drei Buttons angeordnet: Einer führt zur Startseite, der zweite ist für die Favouriten zuständig und der dritte ermöglicht den Zugriff auf Einstellungsmöglichkeiten und Zugriff auf die Internetoptionen.
Einzigartig beim Internet Explorer 9 ist, dass man unter Windows 7 so genannte “Webapps” erstellen kann. dabei wird eine Webseite in der Taskleiste abgelegt. Als Icon wird dabei das entsprechende Favicon von der Webseite verwendet. Klickt man auf dieses “Programm”, öffnet sich der Internet Explorer und die entsprechende Seite wird geladen. Durch die in Windows 7 eingeführten Funktionen der “Jump Lists” können die Andender auch Unterseiten direkt von der Taskleiste aus ansteuern.
Auch unter der Haube hat Microsoft sehr viel getan. Den Acid3 Test besteht der Internet Explorer 9 mit 95 von 100 möglichen Punkten (Safari und Chrome kommen auf 100/100, Firefox 4 Beta 10 kommt auf 97/100). Das liegt größtenteils daran, dass bei der Entwicklung verstärkt darauf geachtet wurde, offene und bereits etablierte Standards zu unterstützen. Gerade der Internet Explorer 8 scheiterte daran. Besonderen Wert legte man In Redmond auf die komplette Implementierung von HTML5 in die Rendering Engine.
Ebenfalls mit an Bord ist Chakra, die neue Javascript-Engine für den Internet Explorer. Die beschleunigt den Browser bei der Ausführung von Java extrem, gerade die älteren Browser haben gewaltige Probleme damit. Der Vorteil von Chakra: Hat der Rechner mehrere Prozessoren bzw. Prozessorkerne, kann Chakra die Rechenaufgaben entsprechend vertreilen. So erfährt der Internet Explorer einen großen Geschwindigkeitsschub. Da Chakra in der 32-Bit Version und auch in der 64-Bit vorliegt, profitieren beide Architekturen von der neuen Engine.
Seit Jahren wünschen sich viele Anwender einen vernünftigen Download-Manager für den Internet Explorer. Microsoft ist diesem Wunsch nachgekommen und hat in den Internet Explorer 9 einen vollwertigen Download-Manager integriert. Der Download Manager bietet eine Übersicht über abgeschlossenen und aktiven Downloads. Es besteht auch die Möglichkeit, die Abgeschlossenen Downoads von hier aus direkt zu starten. So muss man nicht erst zur geladenen Datei navigieren, um diese dann zu öffnen und auszuführen. Er dient auch der Übersicht, denn so kann man auf einem Blick erkennen. wie die Datei heißt, wo sie herkommt und wo sie auf dem Rechner abgelegt wurde.
Natürlich darf auch nicht das Thema Sicherheit fehlen. Auch in diesem Gebiet hat Microsoft einiges getan. So wurde unter anderem der SmartScreen Filter weiter verbessert und optimiert. Dieser Scannt die aktiven Downloads, ob sich dort unerwünschter Inhalt befindet. Natürlich scannt er nicht nur die aktiven Downloads, sondern auch die Webseiten, auf denen man nich gerade befindet. Erkennt er verdächtige Inhalte, wird die Seite sofort blockiert, sodass kein Script mehr ausgeführt werden kann. Gleichzeitig wird der Anwender darauf hingewiesen, dass die entsprechende Webseite als verdächtig eingestuft werden. Der Anwender kann anschließend auswählen, ob der die Seite verlassen oder trotzdem besuchen möchte.
Verbessert wurde auch die Privatsphäre des Anwenders. Beachtenswert wäre hier die “Tracking Protection” genannte Funktion. Diese ermöglicht es, dass die Anwender im Web surfen können, ohne dass Informationen von ihnen lokal auf dem Rechner gespeichert werden. Hierbei handelt es sich unter anderem um Cookies, Verläufe und weitere gespeicherte Infomrationen, wie zum Beipspiel E-Mail Adressen und Kennwörter.





