Bereits seit einigen Jahren existieren Gerüchte über ein neues Dateisystem, an dem Microsoft arbeitet. Bereits Windows Vista sollte ein neuartiges Dateisystem bekommen, doch auch Windows 7 arbeitet noch mit dem betagten NTFS. Nun hat Microsoft in einem offiziellen Blog einen Artikel veröffentlicht, in dem bestätigt wird, dass Windows 8 Server ein neues Dateisystem bekommt. Dieses wird den Namen ReFS (Resilient File System) tragen. Windows 8 Client wird allerdings das System nicht bekommen.
Um eines vorweg zu nehmen: ReFS ist kein komplett neues Dateisystem. Microsoft möchte es den Entwicklern so einfach wie möglich zu machen, aus diesem Grund hat man während der Entwicklung von ReFS auf die APIs von NTFS zurückgegriffen, sodass diese größtenteils kompatibel sind zu ReFS. ReFS ist also kompatibel zu NTFS, hat allerdings die Vorteile, dass es stabiler und sicherer ist. Für die Entwickler heißt es also: ReFS ist ähnlich wie NTFS.
Bei der Entwicklung von ReFS hatte Microsoft hauptsächlich folgende Ziele, die man erreichen will:
- Hohe Kompatibilität mit den häufig verwendeten NTFS-Funktionen unter Verzicht auf die wenig benutzten
- Prüfung von Daten und gegebenenfalls automatische Korrektur
- Extreme Skalierbarkeit
- Niemals das Dateisystem abschalten zu müssen, auch nicht bei nötigen Fehlerbehebungen
- Zusammen mit den kürzlich vorgestellten Storage Spaces eine komplette elastische Architektur bereitzustellen.
Die APIs sind zwar zum Teil die gleichen wie bei NTFS, allerdings steckt dahinter eine komplett neue Engine. Diese Engine erstellt Schlüsselwerte, die von den darüber liegenden Schichten verwendet werden. Im Inneren der Engine kommen B+-Bäume zur Verwendung, die sogar ineinander verschachtelt sein können. Dadurch soll laut Microsoft das System einfacher werden und sogar Code sparen.
Zusätzlich verwendet ReFS das aus NTFS bekannte Shadow Paging weiter. Das bedeutet, dass Metadaten nicht überschrieben, sondern an einer anderen Stelle gespeichert werden.
Um Datenverlust beim Fehler im Dateisystem oder bei einer defekten Festplatte vorzubeugen, werden von den Daten Prüfsummen gebildet. Diese Prüfsummen werden getrennt von den B+-Bäumen gespeichert. Durch diese Prüfsummen lassen sich defekte Daten, defekte Festplatten oder auch fehlerhafte Operationen finden und erkennen.





